Frauenquoten oder euphemistischer “Quoten zur Förderung der Diversität” sind das politische Lieblingsprojekt der CDU Ministerinnen.
Die Zahlen, z.B. hier, sind tatsächlich erschreckend. Aber auch dabei wird wieder eine Kausalität, im Sinne von “Frauen sind nicht im Aufsichtsrat, weil sie Frauen sind”, unterstellt. Das mag zutreffen und wäre auch schon schlimm genug, jedoch bin ich auch in keinem Aufsichtsrat und alle die ich kenne, egal ob Mann oder Frau auch nicht. Wo bleibt der Ruf nach der Quote (z.B. Alter) hier?
Zur Elitenforschung bzw. Rekrutierung von Topmanagern gibt es reichlich Literatur, z.B. Topmanager: die Rekrutierung einer Elite. Im Allgemeinen ist es nicht verwunderlich, dass Führungspositionen oft innerhalb der Elite vergeben werden. Wer nicht dazugehört, bekommt keine…. egal ob Mann oder Frau.
Vielleicht liegt es nicht am Geschlecht, sondern an :
- der “richtigen” Schule / Uni.
- dem “richtigen” Fach.
- dem “richtigen” Golfclub (oder Polo).
- der “richtigen” (schlagenden) Verbindung.
- den “richtigen” Eltern.
- das “richtige” Netzwerk.
- Geld.
- usw.
Gerade an der Biographie von Zensursula aka Fr. von der Leyen bzw. Albrecht, kann man gut erahnen wie Eliten funktionieren.
Unter diesem Aspekt wirkt die Quotendiskussion befremdlich. Im Endeffekt werden die Quotenplätze nur wieder an (diesmal weibliche) Angehörige der Elite verteilt… und ob nun der Teufel Prada oder einen Anzug trägt ist für den normalen Angestellten sowieso ziemlich unerheblich.
Vermutlich sieht Diversität anders aus und geht mehr mit Chancengleichheit und weniger mit Quote einher.